Der große Fitnessstudio-Knigge

Wer im Fitnessstudio eine gute Figur abgeben will, der muss mehr tun als nur hart trainieren. Gegenseitiger Respekt sollte selbstverständlich sein, außerdem gilt es in Sachen Sauberkeit und Ordnung einige (ungeschriebene) Gesetze zu beachten. Wir nennen dir die 10 wichtigsten Verhaltensregeln für das Training im Fitnessstudio.

Fitnessstudio-Knigge

  • Räum deine Hanteln und Gewichte weg
    Wenn du mit einer Übung fertig bist, solltest du Hanteln, Gewichte und auch Griffstücke wieder an ihren vorgesehenen Platz legen. Andernfalls passiert es schnell, dass die Hausfrau die Gewichte des Hardcore-Bodybuilders von der Beinpresse räumen muss – eine denkbar ungünstige Konstellation. Herumliegende Hanteln und Gewichte sind außerdem echte Stolperfallen und bergen deshalb eine Verletzungsgefahr. Und dass es nervig ist, sich das benötigte Trainingsgerät aus allen Ecken des Fitnessstudios zusammensuchen zu müssen, weiß jeder Fitnesssportler aus eigener Erfahrung.
  • Blockier nicht unnötig Geräte
    Handtuchblockierer kennst du vielleicht aus dem Urlaub – dort blockieren sie die Sonnenliegen am Pool. Aber auch im Fitnessstudio gibt es immer wieder Leute, die mit ihrem Handtuch Geräte „reservieren“ und währenddessen in der anderen Ecke der Trainingsfläche stehen und ein Schwätzchen halten. Um andere nicht unnötig vom Training abzuhalten, solltest du Geräte räumen, wenn du sie gerade nicht benutzt. Und wenn dich jemand fragt, wie lange du ein Gerät noch benutzt, solltest du ihm außerdem stets anbieten, dass ihr euch einfach abwechselt. Die Satzpausen der meisten Sportler sind ausreichend lang, um das zuzulassen.
  • Stör andere nicht beim Training
    Eines der größten No-Gos im Fitnessstudio ist, andere Sportler anzuquatschen, während sie gerade einen Satz absolvieren. Schon eine harmlose Frage wie „Brauchst du die 2,5-Kilogramm-Scheiben?“ bricht ihre Konzentration – gedulde dich deshalb und stelle die Frage nach dem Satz. Achte außerdem stets auf deine Umgebung. So stellst du sicher, dass du weder bei der Übungsausführung andere mit deinen Hanteln erschlägst, noch beim Vorbeilaufen einem Sportler so nahe kommst, dass er nicht mehr genug Platz für seine Übungsausführung hat.
  • Spiel nicht den Experten
    Um einen guten Tipp ist jeder dankbar. Aber wenn du dein Informationen selbst nur von YouTube und aus Lifestyle-Magazinen hast, dann solltest du dein Halbwissen für dich behalten. Niemand mag Besserwisser, auch nicht im Fitnessstudio. Einschreiten solltest du lediglich, wenn jemand eine Übung in absolut gesundheitsgefährdender Haltung ausführt. Aber auch in solchen Fällen kann es sinnvoll sein, einfach einem Trainer Bescheid zu sagen.
  • Hilf, wo Hilfe gebraucht wird
    Fitnesstraining und Bodybuilding sind Individualsportarten, aber eine helfende Hand ist bei vielen Übungen hilfreich. Gerade beim Bankdrücken ist ein sogenannter „Spotter“ wichtig, der hinter dem Trainierenden steht, aufpasst und hilft, falls die Kraft auf einmal weg ist. Wenn dich jemand um eine solche Form der Hilfestellung bittet, solltest du sie nicht ausschlagen – beim nächsten Mal bist vielleicht du es, der einen Spotter sucht.
  • Trainier mit Handtuch
    Neben Getränken und Sportschuhen gehört das Handtuch im Fitnessstudio zur unverzichtbaren Grundausstattung. Lege es beim Training auf Geräten und Hantelbänken stets unter. Andernfalls hinterlässt du schweißverklebte, müffelnde Polster – und an solchen würdest du wahrscheinlich selbst nicht gerne trainieren.
  • Zieh saubere Schuhe an
    Viele Fitnessübungen finden am Boden statt – die Trainingsfläche sollte deshalb möglichst rein von Verschmutzung bleiben. Betrete sie deshalb nur in sauberen Schuhen (Lies hierzu: Die richtigen Schuhe für Fitness und Bodybuilding). Auch Barfußtraining ist in den meisten Fitnessstudios verpönt – zumindest Socken solltest du anziehen. Ist auch das Training in Socken verboten, sind Barfußschuhe eine gute Alternative.
  • Rotznasen bleiben zuhause
    Wenn du krank ins Fitnessstudio gehst, hinterlässt du an jedem Gerät und an jeder Hantel deine Keime – so steckst du am Ende die halbe Stadt an. Zudem begibst du dich selbst in Gefahr, denn wer mit Erkältung oder Grippe trainiert, kann sich eine potenziell tödliche Herzmuskelentzündung zuziehen. Deshalb solltest du eine strenge Trainingspause einlegen, wenn du krank bist.
  • Reinige und desinfiziere Geräte, falls nötig
    Wenn du so stark schwitzt, dass selbst das untergelegte Handtuch nicht mehr hilft, dann solltest du das Gerät nach der Benutzung reinigen. Bei Cardiogeräten ist das eigentlich immer der Fall, aber auch bei Kraftgeräten kommt es gerade im Sommer nicht selten vor, dass sie nach ein paar Sätzen in Schweiß gebadet sind. In solchen Fällen ist dann auch hier eine Reinigung notwendig. Die meisten Fitnessstudios stellen dafür Papiertücher und Sprühflaschen mit Desinfektionsspray bereit.
  • Bewahre ein Mindestmaß an Körperhygiene
    Ja, wir kapieren es. Beim Sport schwitzt man nun mal. Und klar: Geduscht wird erst nach dem Training, nicht davor. Dennoch solltest du auch im Fitnessstudio ein Mindestmaß an Körperhygiene bewahren. Wenn andere Sportler die Nase rümpfen oder die Luft anhalten, sobald du in ihre Nähe kommst, dann machst du definitiv etwas falsch.
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2 Comments on "Der große Fitnessstudio-Knigge"

  1. Ich komme mir manchmal vor wie der Hausmeister.
    Menschen die ihre Kinder für ein solches Verhalten zusammenfalten würden, machen ihre Sätze und lassen dann alles stehen und liegen… Hallo!? Bezahlt ihr mehr Beitrag als ich?
    Noch nerviger sind nur Trainer die nicht nach Krafttraining aussehen und den Mädels dann erzählen Kniebeugen sind schlecht für die Knie….

    • Richtig, diese „Trainer“ lernen sowas aber meist in der Ausbildung und wissen es wirklich nicht besser. Wollten mir z.B. erzählen dass Ich beim Bankdrücken nur bis zur Hälfte runterlassen soll um die Ellenbogen zu schonen (oder irgendwas anderes).

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