Die richtigen Schuhe für Fitness und Bodybuilding

In vielen Sportarten bist du ohne das richtige Schuhwerk aufgeschmissen. Wie ist es beim Fitness- und Krafttraining? Welche Schuhe solltest du tragen? Wir verraten es dir in unserem Artikel.

Die richtigen Schuhe für Fitness und Bodybuilding

Macht das Schuhwerk einen Unterschied? Wenn du dich in einem Fitnessstudio umsiehst, wirst du die unterschiedlichsten Schuhe entdecken können. Viele ziehen einfach das an, was sie ohnehin schon im Schrank stehen haben. Der Basketballer trägt seine Basketballschuhe, der Langstreckenläufer seine Laufschuhe. Viele bevorzugen aber auch einfach modische Sneaker – angezogen wird, was farblich zum restlichen Outfit passt. Es scheint fast so, als wäre das Schuhwerk egal. Doch weit gefehlt!

Um schwere Fitnessübungen richtig ausführen zu können, benötigst du einen festen Stand. Ohne ihn wird es dir schwer fallen, eine gute Technik zu erlernen. Denn nur mit einem stabilen Stand ist es möglich, Bewegungsmuster annähernd identisch zu reproduzieren – und genau darauf kommt es an.


Wenn du mit freien Gewichten trainieren und dir die Vorteile der komplexen Grundübungen zunutze machen willst, stößt du mit den falschen Schuhen bald an die Grenzen des Machbaren. Einzig beim Training an Geräten ist es zumeist egal, was du an den Füßen trägst.

Worauf musst du bei der Schuhwahl achten?

Wir sagen dir zunächst, was sich nicht eignet: Schuhe mit dicken Sohlen und Schuhe mit Dämpfung. Besonders Lauf- und Basketballschuhe solltest du deshalb nicht zweckentfremden. Sie wurden für andere Sportarten konzipiert und haben im Fitnessstudio nichts verloren.

Stattdessen solltest du dir ein Paar Schuhe mit einer harten, dünnen Sohle zulegen. Ein Klassiker sind die berühmten Converse Chuck Taylor („Chucks“), auf die viele Fitnesssportler schwören. Aber auch zahlreiche andere Modelle weisen eine grundlegende Eignung auf, etwa die Samba Classic von Adidas oder die New Balance 420. Ein Geheimtipp sind auch Ringer- und Boxerschuhe.

Die harte, dünne Sohle ermöglicht einen zuverlässigen Bodenkontakt und damit einen festen Stand, der besonders beim Training mit freien Gewichten essenziell ist. Übungen wie Kreuzheben oder Kniebeugen lassen sich mit dem falschen Schuhwerk schlicht nicht korrekt ausführen.

Gewichtheberschuhe

Wie machen es eigentlich die Gewichtheber, die routinemäßig mit besonders schweren Gewichten um sich schmeißen? Sie tragen in der Regel spezielle Gewichtheberschuhe, auch Squat-Schuhe genannt. Die Powerlifting-Varianten haben relativ flache Sohlen, die olympischen Gewichtheberschuhe verfügen hingegen an der Ferse über einen kleinen Absatz (Fersenkeil), der dir vor allem bei der richtigen Ausführung der Kniebeugen helfen kann.

Für ein vielseitiges Krafttraining eignen sich Schuhe mit Fersenkeil allerdings nur dann, wenn der Absatz eine Höhe von ca. 2 cm nicht überschreitet.

Arnold Schwarzenegger trainierte barfuß

Das Barfuß-Training ist nicht jedermanns Sache. Auch ist es in vielen Fitnessstudios schlicht verboten, die Trainingsfläche ohne Schuhe zu betreten. Viele Athleten schwören jedoch darauf. Beispielsweise auch Arnold Schwarzenegger zog bei den schweren Grundübungen die Schuhe aus. Der Hintergrund: Durch den direkten Kontakt von Füßen und Erdboden soll ein Maximum an Stabilität erreicht werden.

Wenn du in deinem Fitnessstudio nicht barfuß trainieren darfst oder wenn du aus hygienischen Gründen nicht auf Schuhe verzichten willst, dann bieten sich sogenannte Barfuß-Schuhe wie zum Beispiel die FiveFingers von Vibram als Alternative an.

Für Sportler, die bisher ausschließlich mit Schuhen trainiert haben, ist das Barfuß-Training übrigens gewöhnungsbedürftig. Nicht nur die Polsterung der Sohle fällt weg, sondern auch die künstliche Stabilisierung der Fußgelenke. Während der ersten Trainingseinheiten solltest du deshalb behutsam vorgehen.

Fazit

Beim Fitness- und Krafttraining bist du auf das richtige Schuhwerk angewiesen. Besonders das Training mit freien Gewichten erfordert Schuhe, die einen möglichst festen Stand ermöglichen.

Du solltest dir deshalb ein Paar Schuhe zulegen, das eine möglichst flache und harte Sohle aufweist. Alternativ kannst du auch das Barfuß-Training ausprobieren, das zunehmend an Popularität gewinnt. Bedenke jedoch, dass nicht in allen Fitnessstudios ein Training ohne Schuhe erlaubt ist.

Vier allgemeine Tipps für den Sportschuhkauf

  • Schuhe am Nachmittag kaufen: Deine Füße schwellen im Verlauf des Tages an. Schuhe, die morgens perfekt gepasst haben, können abends zu klein sein.
  • Auf die Socken achten: Beim Sportschuhkauf immer den Sockentyp tragen, den du auch zum Sport anziehst.
  • Beide Schuhe anprobieren: Die Füße eines Menschen sind in den seltensten Fällen gleich groß.
  • Schuhe ausführlich testen: Bevor du dich für den Kauf entscheidest, solltest du einige Schritte in ihnen gehen und typische Bewegungsabläufe ausprobieren.
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Bild: Fotolia / tankist276, Tyler Olson, TrudiDesign, asierromero - Flickr / Kevin Wu, Health Gauge

3 Comments on "Die richtigen Schuhe für Fitness und Bodybuilding"

  1. Sehr schön dass ihr auch Barfußtrainig erwähnt habt! Da ich ursprünglich vom Karate komme und mit dem Kraftsport erst später angefangen habe habe ich die angewohnheit Barfuß zu trainieren einfach übernommen. Es gibt einfach nichts besseres, direkter Bodenkontakt ermöglicht perfekten Stand und Sämtliches Gewicht wird natürlich auf den Fuß verteilt. Ich trainiere in der Regel zuhause im eigenen Trainingsraum und habe daher auch keine bedenken hygienischer natur.

  2. Super gelungener Artikel! Alles in allem ist es irgendwie schon traurig, dass so wenig Sportler Wert auf das richtige Schuhwerk beim Krafttraining legen. Fast jeder Kerl im Fitnessstudio, der seit kurzer Zeit trainiert, zahlt jeden Monat Unmengen an Geld für Supps… an den Schuhen wird dann letzten Endes gespart.

    Bei mir ging’s stattdessen, seit dem ich mir an Paar Gewichtheberschuhe von Adidas gekauft hab (und da tun es auch schon günstige Modelle) mit dem Training nur noch bergauf! 🙂

  3. Hallo zusammen,

    danke für diesen Artikel. In der Tat wird das passende Schuhwerk viel zu oft vernachlässigt.

    Was Ihr vielleicht noch hättet erwähnen können: das Barfußtraining eignet sich nur für Leute, die keine Fehlstellung der Füße aufweisen (zB. Senkfuß). Mit Senkfuß ohne Schuhe zum Beispiel Kniebeuge zu machen, kann ziemlich schnell ziemlich schmerzhaft werden. Geeignete Schuhe, evtl. mit Einlagen oder integrierter Stütze, sind dann unumgänglich. Diese Erfahrung habe ich selbst machen müssen.

    VG
    Sven

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